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Sonntag, 07. September 2014

Aufsteiger mit Ambitionen

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Hohe Ziele in der Oberliga, Trainingslager in Leipzig, kein Frauenteam gemeldet

Nachdem die Volleyball-Herren in der letzten Saison souverän als ungeschlagener Meister der Landesklasse Süd den Aufstieg in die Oberliga schafften, nähert man sich nach 6-monatiger Spielpause langsam aber sicher dem Saisonauftakt der Oberliga am 13. September um 13 Uhr in der heimischen Campushalle, wozu alle Volleyball-interessierten aus der Region recht herzlich eingeladen sind. Zur Vorbereitung auf die anstehende Saison nutze Trainer Alexander Heisig unter anderem ein Wochenend-Trainingslager in Leipzig zwei Wochen vor Saisonbeginn. Mit 12 Spielern, also nahezu dem kompletten TU-Kader, wurden in vier Trainingseinheiten verschiedene Bereiche des Volleyball-Spiels trainiert, wobei besonders intensiv am Blockspiel gearbeitet wurde. Ebenso konnten in „6 gegen 6- Spielen“ einige Formationen getestet werden, was im wöchentlichen Trainingsbetrieb sonst nahezu nie möglich ist. Da auch der Spaß nicht zu kurz kommen sollte, absolvierte die Mannschaft abschließend ein Wildwasser-Rafting, was allen Spielern sichtlich Freude bereitete und sich nebenbei durch das Rudern noch als Trainingseinheit für Arm- und Schulterbereich erwies.

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Trainer Alexander Heisig ist von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt und strebt vor der anstehenden Oberliga-Saison hohe Ziele an: „Wir sind sowohl qualitativ als auch quantitativ gut besetzt und sollten durch unseren breiten Kader jederzeit in der Lage sein, Ausfälle oder Formschwankungen einzelner Spieler zu kompensieren. Abgänge hatten wir diesen Sommer nicht zu verzeichnen, daher sollte das Ziel sein, sich schnell an das höhere Niveau in der Liga zu gewöhnen und oben mitzuspielen. Wenn wir zum Saisonende nicht auf dem Podest landen, wäre das für mich eine Enttäuschung.“ Grund zum Optimismus bieten vor allem die Leistungen der Vorsaison: in der Liga gewann man alle 18 Saisonspiele und im Pokal konnte man den Oberligisten Bad Salzungen schlagen und verlor in der zweiten Runde gegen Sachsenbrunn, den Zweiten der letztjährigen Oberligasaison nur denkbar knapp mit 2:3. Mit Marco Köbe und Rick Ottolinger hat man zwei Spieler im Kader, die beide bereits zum Teil langjährige Thüringenligaerfahrungen besitzen, was dem TU- Spiel sicher nicht schaden sollte. Neben einigen erfahrenen Spielern verfügt der Kader jedoch auch über sechs Spieler, die Jahrgang 1993 oder jünger sind und im Training teilweise gute Fortschritte machen, wie auch Neuzugang Philipp Struppert, ein sehr ehrgeiziger und athletischer Spieler.

An den Spieltagen soll jeder der mitgereisten Spieler auch seine Möglichkeit bekommen: „Jeder, der bei uns zum Spieltag dabei ist, wird auch spielen können. Jedoch ist das oberste Ziel natürlich der Sieg des Teams und wenn ein Spiel auf Messers Schneide steht, dann sollten in diesen Situationen auch die an diesem Tag besten sechs Spieler auf dem Feld stehen.“

So gut wie es zur Zeit bei den Männern läuft, so bescheiden ist derzeit die Situation bei den Damen. Nachdem das Team mehrere Jahre in der Thüringenliga gespielt hat, verließ eine nach der anderen Spielerin den SV TU. Nach dem zweimaligen Abstieg in die Landesklasse und den vielen Abgängen durch Studentinnen, die ihr Studium an der TU beendet haben, bzw. Schülerinnen, die nach dem Abitur Ilmenau vorerst den Rücken kehren, stehen vor dieser Saison nur noch sieben Damen, wovon vier noch der Jugend angehören, zur Verfügung. Da es auf Grund dieser dünnen Personaldecke nicht möglich ist, Ausfälle einzelner Spieler zu kompensieren, wird der SV TU für die nächste Saison bedauerlicherweise keine Frauen-Mannschaft für den Spielbetrieb melden.

Der TU-Kader 2014/2015:

Mathias Ecke (Mittelblocker (M)),Benjamin Enders (Außenangriff (A)), David Götzel (Libero (L)),Martin Herrmann (Kapitän/A, Diagonalangreifer (D)),Steen Hickethier (A, D), Michael Ivanov (A), Marco Köbe (M, Zuspiel (Z)), Philipp Langbein (A, D), Sebastian Matz (A),  Jörg Neuberg (M), Rick Ottolinger (M), Jonas Rudolph (A), Philipp Struppert (M, A), Robert Wontroba (M, A), Sebastian Ziehn (Z)

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