Sidebar

Herren

Thüringenliga
Dienstag, 03. Dezember 2019

Mit dem Rücken zur Wand

geschrieben von Sebastian Ziehn
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

In fremden Hallen lief es für die TU-Volleyballer bisher alles andere als gut in der Thüringenliga-Saison 2019 / 2010 – alle Auswärtsspiele gingen bisher verloren (in Gotha 0:3, in Gera 1:3, in Schmalkalden 2:3). Umso positiver war die Überraschung am vergangenen Samstag als die personalgeschwächten Ilmenauer den Spielverlauf nach einem 0:2-Rückstand gegen Tabellenführer Nordhausen völlig auf den Kopf stellten.

Nordhausen, 30. November 2019

Das erste Spiel des Tages bestritten die beiden derzeit dominierenden Teams der Thüringenliga. Im Spiel der ungeschlagenen Mannschaften setzte sich der Südharzer Volleyballclub etwas überraschend gegen den VC Gotha II nach hervorragender Teamleistung mit 3:1 durch.

SVC Nordhausen I

-

SV TU Ilmenau

3

:

1

25

 

23

25

 

23

21

 

25

22

 

25

11

 

15

Die TU-Volleyballer traten mit dünner Personaldecke an und spielten ohne Wechselspieler in derselben Formation durch – Ingelmann im Zuspiel, Struppert auf Diagonal, Köbe und Giese im Außenangriff, Ecke und Langbein im Mittelblock sowie Ziehn als Libero. Durch Aufschlagserien von Struppert und Langbein führten die Ilmenauer im ersten Satz auch 15:13, verloren aber letztendlich wegen zu vieler Eigenfehler in der Schlussphase mit 23:25. Auch der zweite Satz gestaltete sich recht ausgeglichen – der SVC führte zwar ab der Mitte des Satzes meist mit eins bis zwei Punkten – beim 23:23 war jedoch alles offen. Doch zwei unglückliche Ilmenauer Aktionen im Angriffsaufbau sorgten für eine erneute 23:25-Satzniederlage.
Im dritten Satz schien dann die Moral der Ilmenauer gebrochen – zumindest glaubte beim 9:16-Rückstand kaum mehr jemand an ein Comeback – zu fehlerhaft war die Ilmenauer Leistung bis zu diesem Zeitpunkt. Doch Aufschlagserien von Ecke, Struppert und Köbe stellten den Spielverlauf auf den Kopf und die TU-ler verkürzten mit dem 25:21-Satzgewinn auf 1:2. Im vierten Satz stieg die Eigenfehlerquote auf Nordhäuser Seiten weiter an, obwohl diese nun Schritt für Schritt ihre erfahrenen Stammspieler wieder einwechselten, während bei den TU-Jungs insbesondere Struppert nun mit einer starken Quote im Angriff brillierte. Beim 2:2-Satzausgleich war der Ilmenauer Jubel groß – doch vielleicht ging da ja noch mehr …
Und so kam es im Tie-Break zu einer Fortsetzung der Ilmenauer Comeback-Story an diesem Tag. Zum Seitenwechsel lagen die TU-Jungs nämlich noch mit 5:8 in Rückstand – doch dann fand man im in den ersten drei Sätzen noch sehr löchrigem Block mehr und mehr Zugriff. Köbe und Langbein entschärften drei gegnerische Angriffe, während Ingelmann seine Angreifer Struppert und Giese mehrmals in schwierigen Spielsituationen exzellent in Szene setzen konnte – so resultierte letztendlich ein 15:11-Tiebreak-Sieg.

Köbe, Ecke, Giese, Ingelmann, Langbein, Struppert, Ziehn

Gelesen 180 mal Letzte Änderung am Dienstag, 03. Dezember 2019