Herren

Thüringenliga
Dienstag, 04. Dezember 2018

Im Tie-Break nicht zu schlagen

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Die Duelle zwischen der Zweitvertretung des VSV Jena und den TU-Volleyballern gestalten sich schon fast traditionell hochklassig und vor allem spannend. Drei der letzten vier Partien gingen über die komplette Distanz von fünf Sätzen – und alle konnte der SV TU Ilmenau zu seinen Gunsten für sich entscheiden.

Jena, 01. Dezember 2018

1. VSV Jena II

-

SV TU Ilmenau

2

:

3

22

 

25

25

 

21

21

 

25

25

 

20

9

 

15

Der erste Satz verlief ausgeglichen und war von einigen Führungswechseln geprägt. Nach einer Aufschlagserie von Hickethier gingen die Ilmenauer mit 14:12 in Führung – beim 18:18 war dieser Mini-Vorsprung jedoch wieder aufgebraucht. Dann legte Giese eine 4-Punkte-Aufschlagserie zugunsten der Ilmenauer auf – insbesondere die Blockarbeit war in dieser Phase gewinnbringend. So konnte der 22:18-Vorsprung letztendlich über die Runden gebracht werden und ein spielerisch überzeugender erster Satz mit 25:22 nach Hause gebracht werden. „Wie gewonnen, so zerronnen!“ – so lautete das Motto des Beginns von Satz zwei. In dieser Phase bekamen die TU-ler die Aufschläge des starken Jenaers Hamann nicht unter Kontrolle und ließen dazu im Angriff Durchschlagskraft und Kreativität vermissen. Dementsprechend war der Satz beim 1:10 bzw. 3:13 quasi schon vorentschieden. Zwar fanden die Ilmenauer nach der Einwechslung von Breuel und Langbein, der insbesondere in Annahme und Feldabwehr zu überzeugen wusste, zurück zu alter Stärke – der Satz war beim 16:24 jedoch entschieden, das dachte zumindest jeder. Doch Ivanov startete eine starke Aufschlagserie, die die Ilmenauer nochmals auf 21:24 heranbrachte und Jena zu einer Auszeit zwang. Der darauffolgende Aufschlag landete jedoch knapp in der Netzkante und die in dieser Phase wacklig spielenden Jenaer retteten den Satz noch knapp über die Runden.
Im dritten Satz führten die TU-ler nahezu kontinuierlich über den kompletten Verlauf des Satzes – jedoch verpasste man es, sich deutlicher vom Gegner abzusetzen. Insbesondere Ivanov konnte mit nahezu perfekter Angriffsquote über die Mittelposition brillieren und damit seine Mitspieler auf der Position im Außenangriff gut entlasten. Bis zum 22:21 aus Ilmenauer Sicht war der Satz noch völlig offen, ehe den Ilmenauern drei Punkte in Serie gelangen und es somit insgesamt 2:1 in den Sätzen stand.
Nahezu ein Spiegelbild des vorherigen Satzes stellte der vierte Satz dar. Nun führte der VSV Jena kontinuierlich, jedoch gelang es den TU-Volleyballern einen 9:13 bzw. 15:19-Rückstand zum zwischenzeitlichen 19:19 zu egalisieren. Trotzdem holten sich die Jenaer den vierten Satz nach starkem Schlussspurt am Ende noch recht deutlich mit 25:20 und sicherten sich damit zumindest einen Punkt. Ein 3:1 zugunsten einer Mannschaft wäre nach einem so ausgeglichenen Spielverlauf und einer guten Leistung beider Teams ehrlicherweise auch nicht gerecht gewesen.
Spätestens nach diesem fünften Satz darf man die Ilmenauer durchaus als Tie-Break-Spezialisten bezeichnen: alle vier Tie-Breaks gewann man in der laufenden Saison und das auf wirklich bemerkenswerte Art und Weise - der „knappste“ Tie-Break endete dabei mit 15:10 gegen Nordhausen. Diesmal war es ein 15:9-Erfolg, den sich die Ilmenauer nach anfänglichem 4:6-Rückstand vor allem durch eine Aufschlagserie von Kapitän Köbe holten. Das Ballverhältnis von 60:35 in Tie-Breaks in der aktuellen Saison untermauert nochmals, wie gut sich die Mannschaft in einem solchen Entscheidungssatz fokussieren und ihren bestes Volleyballspiel zeigen kann.

Gleich am darauffolgenden Tag reisten die TU-Volleyballer zur zweiten Runde des Thüringenpokals nach Nordhausen, um sich mit dem derzeit kriselnden SV Wartburgstadt Eisenach sowie dem SVC Nordhausen II zu messen. Gegen Eisenach gewannen die Ilmenauer mit 2:0 (25:21, 26:24) und verloren deutlich gegen den SVC II (17:25, 14:25). Die zweite Mannschaft des SVC Nordhausen ist gespickt von ehemaligen Regionalligaspielern und in Bestbesetzung ähnlich stark bzw. gar stärker als deren erste Mannschaft. Dank des Sieges gegen Eisenach gelang als Gruppenzweiter der Einzug ins Pokal-Viertelfinale. Bad Liebenstein musste kurzfristig wegen Verletzungsproblemen absagen.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Breuel, Brödler, Ecke, Hickethier, Giese, Götzel (Pokal), Ingelmann, Ivanov, Langbein, Ziehn

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Gelesen 146 mal Letzte Änderung am Dienstag, 04. Dezember 2018

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