Herren

Thüringenliga
Dienstag, 06. November 2018

Epischer Satz und Marathon-Spieltag

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Einen denkwürdigen Spieltag erlebten die TU-Volleyballer in der heimischen Campussporthalle am vergangenen Samstag. Bei den beiden Siegen gegen den SVC Nordhausen sowie den Schmalkalder VV ging man jeweils nach einem 2:0-Vorsprung über die maximale Distanz von fünf Sätzen und obendrein ging der erste Satz des Tages erst nach 78 Ballwechseln in 41 Minuten Spielzeit zu Ende.

Ilmenau, 03. November 2018

SV TU Ilmenau

-

SVC Nordhausen I

3

:

2

40

 

38

25

 

17

22

 

25

19

 

25

15

 

10

Gegen Nordhausen hatten die TU-ler noch eine Rechnung aus der Vorwoche offen, als man beim 0:3 auf ganzer Linie enttäuschte. Aufgrund der wenig durchdachten Spielansetzungen ist es keine Seltenheit, dass Hin- und Rückspiel zweier Teams unmittelbar an zwei aufeinanderfolgenden Spieltagen stattfinden. Deutlich verbessert starteten die Ilmenauer, bei denen bis auf den Langzeitverletzten Daniel Stiehler alle Spieler im Kader standen, in die Partie. Nach einer Aufschlagserie von Brödler lagen die Uni-Städter mit 17:10 vorne und sahen beim 24:19 wie der sichere Sieger des Satzes aus. Doch was dann geschah, kann man als „Drama in 20 Akten / Satzbällen“ bezeichnen. Völlig unnötigerweise schienen die TU-ler den Satz noch aus ihren Händen zu geben, als sie fünf Satzbälle in Folge abgaben und dann ihrerseits wiederum sieben Satzbälle des SVC abwehren mussten. Am Ende sorgte ein spektakulärer Ballwechsel – der wohl längste Ballwechsel des Tages – sowie eine vom Schiedsgericht nicht gesehene minimale Blockberührung für die Entscheidung in diesem denkwürdigen Satz zugunsten der Ilmenauer – insgesamt 13 Satzbälle benötigten sie am Ende, um den Sack zuzumachen. Im zweiten Satz waren die TU-ler ab dem 3:5 aus ihrer Sicht die deutlich bessere Mannschaft und profitierten dabei von vielen Nordhäuser Eigenfehlern. Erneut lag man zwischenzeitlich mit 17:10 in Führung, jedoch wurde der Vorsprung dieses Mal souverän über die Runden gebracht. Als man im dritten Satz beim Stand von 6:1 auf die Siegerstraße einzubiegen schien, kam ein Bruch ins Ilmenauer Spiel. Insbesondere der sonst doch so durchschlagskräftige Ilmenauer Angriff war in dieser Phase des Spiels einfach zu ineffizient, während die Nordhäuser Angreifer König und Kampmeyer nahezu nach Belieben punkteten. Dementsprechend verlor man den Satz verdient mit 22:25. Ein offener Schlagabtausch gestaltete sich im vierten Satz bis zum 14:15 aus Ilmenauer Sicht. Doch eine 8-Punkte-Aufschlagserie der regionalligaerfahrenen Nordhäuser sorgte für die Satzentscheidung und somit für einen Entscheidungssatz. In diesem gingen die TU-ler von Beginn an durch eine Aufschlagserie von Tischendorf in Führung und ließen nach dem Seitenwechsel (8:5) kaum mehr Zweifel am recht deutlichen Tiebreak-Sieg (15:10) aufkommen.

SV TU Ilmenau

-

Schmalkalder Volleyballverein

3

:

2

25

 

17

25

 

23

20

 

25

24

 

26

15

 

7

Gegen den Schmalkalder VV konnten die TU-ler die letzten sechs Aufeinandertreffen allesamt gewinnen, jedoch war man aufgrund der beiden Schmalkalder Siege in den ersten beiden Spielen vorgewarnt. Philipp Langbein hat nach dreijähriger Abwesenheit seinen Lebensmittelpunkt wieder in Ilmenau und spielte daher das erste Mal wieder für die Ilmenauer in der heimischen Campushalle. Der erste Satz war geprägt durch eine Aufschlagserie von Giese, durch die die Ilmenauer den Vorsprung um neun Punkte auf 22:10 ausbauen konnten und damit den Satz für sich entschieden. Die Gäste zeigten sich im zweiten Satz jedoch deutlich verbessert und gingen mit 15:10 in Führung. Durch eine Aufschlagserie von Ingelmann konnten die Ilmenauer erneut in Führung gehen und es entwickelte sich ein spannendes Satzfinale – erneut mit dem besseren Ende für die Uni-Städter. Doch wieder einmal – bereits zum dritten Mal in dieser Saison – gaben die Ilmenauer eine 2:0-Führung noch aus der Hand. Zu viele individuelle Fehler und der starke Schmalkalder Hauptangreifer Hartung, der vom Zuspieler nun nahezu bei jedem Angriff in Szene gesetzt wurde, sorgten für den erneuten Satzausgleich. Vor allem der Verlust des vierten Satzes war sehr ärgerlich, wo man sich nach einem 1:8-Rückstand gut zurückkämpfte und zwischenzeitlich mit 21:19 in Führung ging, um letztendlich den Satz doch noch mit 24:26 zu verlieren. Bis zum 5:5 verlief der Tiebreak ausgeglichen – doch eine 7-Punkte-Aufschlagserie von Hickethier sorgte am Ende noch für den recht deutlichen Sieg der Ilmenauer.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Breuel, Brödler, Ecke, Giese, Götzel, Hickethier, Ingelmann, Ivanov, Langbein, Tischendorf, Ziehn

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Gelesen 223 mal Letzte Änderung am Dienstag, 06. November 2018

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