Herren

Thüringenliga
Montag, 19. März 2018

Der Meisterschafts-Krimi geht weiter

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Am letzten Spieltag der Thüringenliga-Saison 2017/2018 mussten die TU-Volleyballer bei der zweiten Mannschaft des diesjährigen Drittliga-Aufsteigers VSV Jena antreten. Da aufgrund widriger Witterungsbedingungen die Anreise der Gastteams aus Ilmenau und Unterwellenborn nicht reibungslos verlief, begann der Spieltag mit leichter Verspätung.

Jena, 17. März 2018

1. VSV Jena II

-

SV TU Ilmenau

0

:

3

19

 

25

24

 

26

18

 

25

Um sich im Rennen um die Thüringenliga-Meisterschaft zu halten, musste ein Sieg für den SV TU her. Doch in den vergangenen beiden Saisons mussten sich die TU-ler beim VSV jeweils recht deutlich geschlagen geben. Aber in der aktuellen Spielzeit konnten die Jenaer trotz starkem Saisonbeginn nicht an ihre Leistungen der Vorjahre anknüpfen und gewannen lediglich drei ihrer letzten zehn Spiele. Dementsprechend ging es für den Tabellenvierten sportlich am letzten Spieltag nicht mehr um viel und man nutzte die Partie, um einigen jungen Talenten Einsatzzeit zu geben.
Nach dem 1:3-Rückstand im ersten Satz nahmen die TU-Volleyballer zunehmend das Zepter in die Hand und führten recht komfortabel mit 15:10. In der Feldabwehr arbeitete man mit viel Einsatz und ließ dem VSV II beim 25:19-Satzgewinn keine Chance mehr.
Ein ständiges Auf und Ab entwickelte sich im zweiten Satz, in dem die TU-Volleyballer zunächst nach einer Aufschlagserie des gut aufgelegten Ecke mit 7:5 führten. Doch insbesondere die Ilmenauer Annahme wackelte in der Mitte des Satzes stark, weswegen man schlagartig mit 9:15 zurück lag. Durch eine deutliche Leistungssteigerung auf Seiten der TU-ler gepaart mit einer hohen Eigenfehlerquote auf Jenaer Seite wurde die erneute Wende eingeleitet: 22:18 für Ilmenau. Als man nach wiederholten Annahmefehlern beim 23:24 einen Satzball abwehren musste, drohte der Satz zu kippen. Jedoch scheiterten die VSL-ler am Satzende an ihren eigenen Nerven, wodurch die TU-Jungs etwas schmeichelhaft mit 2:0 in Führung gingen.
Der knappe Satzgewinn bedeutete zeitgleich die Vorentscheidung in diesem Spiel, da die Jenaer Gegenwehr nun nahezu komplett gebrochen schien. Nach dem 3:11-Zwischenstand zugunsten der TU-ler entwickelte sich ein Spiel mit Freundschaftsspiel-Charakter, das beim Stand von 23:13 vorentschieden war. So erfüllte sich für Außenangreifer Hickethier ein bis dato unerfüllter Traum, indem er in einigen Ballwechseln – in seinem VIELLEICHT letzten Punktspiel für den SV TU Ilmenau - als Zuspieler eingesetzt wurde. Die Anspannung fiel jedoch schon vor Ende des Satzes von den TU-lern ab: so versuchte Libero Ziehn ein sensationelles Zuspiel und einen Ballwechsel später wollte der bärenstarke Diagonalangreifer Stiehler Hickethiers perfektes Zuspiel ebenso glanzvoll veredeln – beides jedoch ohne Erfolg. Am großen Jubel der Mannschaft von Coach Heisig nach dem 25:18-Satzerfolg änderte das jedoch nichts mehr.

Die Vize-Meisterschaft ist den TU-Jungs damit nun endgültig sicher und nur die SG Herleshausen-Eisenach kann ihnen die Meisterschaft noch entreißen. Aus dem Dreikampf an der Spitze verabschiedet hat sich hingegen der SV Tröbnitz auf sehr überraschende Art und Weise: nach einer 2:0-Satzführung gegen formschwache Römhilder unterlagen sie sensationell noch mit 2:3. Somit blickt man gespannt auf den Thüringenliga-Showdown am 07. April in Eisenach. Die Rechnung dabei ist einfach: holen die Eisenacher gegen Weimar und Tröbnitz mindestens fünf Punkte, so sind sie Meister – anderenfalls würden die TU-ler am Ende ganz oben stehen.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Brödler, Ecke, Giese, Hickethier, Ivanov, Stiehler, Ziehn

Gelesen 1099 mal Letzte Änderung am Montag, 19. März 2018
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