Herren

Thüringenliga
Montag, 12. März 2018

Das hätte auch schief gehen können

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Die TU-Volleyballer reisten am vorletzten Spieltag nach Südthüringen zum zuletzt schwächelnden TSV Römhild. Da die Konkurrenz aus Eisenach bzw. Tröbnitz an diesem Wochenende spielfrei hatte, konnten die Uni-Städter mit einem Sieg an die Tabellenspitze zurückkehren.

Römhild, 10. März 2018

TSV 1860 Römhild I

-

SV TU Ilmenau

1

:

3

25

 

18

20

 

25

19

 

25

11

 

25

Mit einem 10-Mann-Kader – lediglich Breuel und Götzel fehlten – ging man als deutlicher Favorit in das Aufeinandertreffen. Doch die guten Vorzeichen bestätigten sich zunächst keineswegs. Im ersten Satz zeigten die TU-Jungs ihre vielleicht schlechteste Saison-Leistung. Fahrlässig und träge in Annahme und Abwehr, einfallslos im Angriff und inkonsequent im Block – da gab es gar nichts schönzureden. Die Gastgeber konnten über ihre starken Außenangreifer nahezu nach Belieben punkten. Nach einer Auszeit beim Stand von 4:10 sowie einigen Auswechslungen wachten die Ilmenauer zwar auf und witterten beim 17:20 nochmals Morgenluft. Der Satz wurde am Ende jedoch verdient und noch recht deutlich abgegeben.
Auch im zweiten Satz wirkte die TU-Mannschaft nervös und gleichzeitig erschrocken über die eigene Darbietung – von einer deutlichen Leistungssteigerung war zunächst nichts zu sehen. Da konnte man sich glücklich schätzen, dass man an diesem Tag mit dem TSV Römhild einer von Ausfällen geplagten Mannschaft, die derzeit überhaupt nicht zu ihrem eigentlichen Leistungsniveau findet, gegenüberstand. So konnte man sich dank einer Leistungssteigerung am Ende des Satzes kontinuierlich absetzen und ihn nach dem zwischenzeitlichen 16:16 letztendlich noch mit fünf Punkten Vorsprung gewinnen.
Nun fanden die TU-Jungs besser zu ihrem Spiel, was insbesondere an der sich immer mehr stabilisierenden Annahme lag. Dadurch konnte Zuspieler Giese mehr Variabilität ins Ilmenauer Spiel bringen und vermehrt die Mittelblocker in Szene setzen. So ergaben sich folglich mehr Freiräume für die Außenangreifer: während diese in den ersten beiden Sätzen nahezu immer einem stabilen Doppelblock gegenüberstanden, konnten sie nun schneller über den Zuspieler in Szene gesetzt werden und punkteten deutlich effizienter. Durch eine Aufschlagserie von Ecke ging man mit 8:4 in Führung. Auch in der Feldabwehr agierten die Ilmenauer nun aufmerksamer und gewährte dem Gegner wenige Punkte im Angriff. Dass erst der vierte Satzball zum 25:19 genutzt wurde, war am Ende nicht mehr ausschlaggebend.
Noch deutlicher verlief der vierte Satz, in dem Hickethier, Tischendorf und Brödler mit Aufschlagserien zu glänzen wussten. Ab dem 9:5 aus Ilmenauer Sicht stieg die Römhilder Eigenfehlerquote deutlich an. So hatten die TU-ler leichtes Spiel und erfuhren beim 25:11 kaum noch Gegenwehr.

In der kommenden Woche erwartet man beim Gastspiel in Jena nochmal eine schwere Aufgabe zum Saisonabschluss. In den letzten beiden Saisons war man dort die unterlegene Mannschaft – diesmal muss jedoch zwingend ein 3:0- oder 3:1-Sieg her, um die Ambitionen auf den ersten Tabellenplatz am Leben zu halten.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Brödler, Ecke, Giese, Hickethier, Ivanov, Rudolph, Stiehler, Tischendorf, Ziehn

Gelesen 828 mal Letzte Änderung am Montag, 12. März 2018

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