Herren

Thüringenliga
Montag, 26. Februar 2018

Ein Tag der Überraschungen

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Ein von unerwarteten Niederlagen der Spitzenteams geprägtes Wochenende erlebte die Volleyball-Thüringenliga am vergangenen Wochenende. Da die SG Herleshausen / Eisenach eines ihrer beiden Heimspiele gegen den Geraer VC nach 2:0-Satzführung und deutlicher Führung im dritten Satz kurioserweise noch in fünf Sätzen verlor, hatten die Teams aus Tröbnitz und Ilmenau die Chance, sich an der Tabellenspitze ein wenig von den Wartburgstädtern abzusetzen. Beide Konkurrenten mussten beim SVV Weimar antreten – und genau das stellte das Problem für Tröbnitz und Ilmenau dar, weil die im unteren Mittelfeld der Tabelle stehenden Gastgeber die Kräfteverhältnisse mit zwei sehr überzeugenden Leistungen komplett auf den Kopf stellten.

Weimar, 24. Februar 2018

Im ersten Spiel des Tages zeigte Weimar eine bärenstarke Leistung und dominierte den Tabellenführer vom SV Tröbnitz beim 3:1-Sieg phasenweise sogar deutlich. Da war auch den TU-lern bewusst, dass gegen diese in Annahme bzw. Feldabwehr überragend und im Angriff clever spielende Weimarer Mannschaft an diesem Tag eine Leistung am eigenen Leistungslimit benötigt wird.

SVV Weimar e.V. I

-

SV TU Ilmenau

3

:

1

25

 

21

25

 

20

19

 

25

25

 

21

Mit 8:11 lagen die auch TU-ler im ersten Satz gegen die Gastgeber zurück. Der SVV agierte wie gewohnt sehr stabil in der Annahme, wodurch sie es den TU-lern sehr schwer machten, einen stabilen Block gegen das variable Angriffsspiel zu stellen. So konnte der Rückstand bis zum Satzende nicht mehr aufgeholt werden. Im zweiten Satz begann man konzentriert – jedoch gelang es nicht, eine längere Aufschlagserie zu starten, mit der man sich etwas vom Gegner hätte absetzen können. Beim 14:12 unterliefen dann ein paar einfache Fehler im Spiel der Ilmenauer, während die Gastgeber nahezu fehlerfrei agierten und den Satz bis zum 20:17 drehen konnten. Der 0:2-Satzrückstand war die Folge.
Mit dem Rücken zur Wand gegen diese an diesem Tag unüberwindbar scheinbare SVV-Hürde gingen die TU-ler nochmal mit viel Schwung in den dritten Satz und schienen nun den Schlüssel zum Erfolg gefunden zu haben. Der Block bekam nun deutlich mehr zu greifen, während die eigenen Stärken im Angriff nun konsequent ausgespielt wurden. So lag man zwischenzeitlich mit 16:9 in Führung und konnte recht souverän auf 1:2 Sätze verkürzen.
Eigentlich waren die TU-ler auch im vierten Satz gut im Spiel – wäre da nicht die 8-Punkte-Aufschlagserie des Weimarers Lange gewesen, die den Satz von 9:11 bis zum 17:11 aus Sicht der Gastgeber vorentschied. In dieser Phase – insbesondere in der Annahme einer aus Aneinanderreihung Ilmenauer Eigenfehler bestehend, war das Team kurzzeitig völlig von der Rolle. Da reichte auch eine Leistungssteigerung am Satzende gegen sowohl spielerisch und kämpferisch überzeugende Weimarer nicht mehr aus.

Ein Kuriosum am Rande: der SVV Weimar holte in der laufenden Thüringenliga-Saison alle 19 Punkte in heimischer Halle. Wie man in der Fremde angesichts der gezeigten Leistungen bisher in fünf Spielen gerade einmal vier Sätze gewonnen hat, scheint für alle Beteiligten unerklärbar zu sein…

An der Tabellenspitze bleiben die drei Teams aus Tröbnitz (31 Punkte), Ilmenau (30) und Eisenach (28 – bei noch einem verbleibenden Spiel mehr) weiter dicht beisammen. Bei dieser Konstellation ist nicht auszuschließen, dass am Ende aufgrund der Punktgleichheit mehrerer Teams die Satzdifferenz über die Meisterschaft entscheiden muss.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Breuel, Brödler, Ecke, Giese, Götzel, Hickethier, Ivanov, Rudolph, Stiehler, Ziehn

Gelesen 515 mal Letzte Änderung am Montag, 26. Februar 2018
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