Herren

Thüringenliga
Mittwoch, 31. Januar 2018

Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Der vergangene Samstag konnte für die Volleyball-Thüringenliga wohl als wahrer Schlüsselspieltag bezeichnet werden, denn der derzeitige Tabellenführer vom SV Tröbnitz empfing mit der SG Herleshausen Eisenach sowie dem SV TU Ilmenau die direkten Verfolger im sich immer weiter zuspitzenden Kampf um die Thüringenliga-Meisterschaft.

Tröbnitz, 27. Januar 2018

SV Tröbnitz 1923

-

SV TU Ilmenau

1

:

3

25

 

18

16

 

25

23

 

25

23

 

25

Für die TU-Volleyballer, die mit neun Verlustpunkten die schlechteste Ausgangslage der drei Teams hatten (Tröbnitz mit vier bzw. Eisenach mit sechs Verlustpunkten), waren drei Punkte eigentlich schon Pflicht. Ein knapper Tie-Break-Erfolg hätte hier wohl an der tabellarischen Situation für die TU-ler wenig geändert. Dass dieses Unterfangen tatsächlich gelang und das Spiel mit 3:1 gewonnen werden konnte, wirkt nahezu unglaublich, wenn man den Blick auf einige Zwischenstände wirft: ein 18:25 im ersten Satz, der noch deutlicher hätte verloren gehen können sowie ein 12:18-Rückstand im dritten Satz mit der fast sicheren Gewissheit im Hinterkopf: „Wenn wir diesen Satz verlieren und mit 1:2 in Rückstand geraten, holen wir Tröbnitz in dieser Saison nicht mehr ein.“
Die Satzpause zwischen dem ersten und zweiten Satz tat den Schützlingen von Alexander Heisig sichtlich gut. Das Team wirkte wie ausgewechselt im Vergleich zum ersten Satz, in dem man gegen ein vor allem im Aufschlag- und Blockspiel überragend agierendes Team phasenweise auf komplett verlorenem Posten stand. Umso hilfreicher war es, dass die Gastgeber nun ihrerseits eine eher schwächere Phase erwischten, was die Uni-Städter bestens nutzen konnten. Aufschlagserien von Stiehler und Tischendorf sorgten für einen komfortablen Vorsprung, während Zuspieler Köbe immer wieder den höchst effizienten Breuel in Szene setzen konnte. Mit dem 1:1-Satzausgleich war der erste Schritt gemeistert.
Doch nach der Aufschlagserie des starken Tröbnitzers Schmidtke, der sein Team im dritten Satz mit 13:6 in Führung brachte und die Führung zunächst nicht verringert werden konnte, glaubte wohl keiner mehr an ein Comeback. Doch eine Fünf-Punkte-Aufschlagserie von Stiehler leitete dieses ein und beim 23:22 brachte Ivanov sein Team erstmals in Führung, sodass ein dramatischer Satz doch noch mit 25:23 zugunsten der Ilmenauer entschieden wurde.
Die Zuschauer bekamen nun im vierten Satz Volleyball auf höchstem Thüringenliga-Niveau geboten, in dem die Uni-Städter lange mit zwei bis vier Punkten führten, sich aber gegen stark dagegenhaltende Tröbnitzer nicht spielentscheidend absetzen konnten. Als der 21:17-Vorsprung am Ende des Satzes dahin schmolz, hatten die Gastgeber wiederum das „Momentum“ auf ihrer Seite. Doch die letzten beiden Punkte des Matches gehörten den Ilmenauern …

Da Tröbnitz im zweiten Spitzenspiel des Tages gegen Eisenach einen 0:1-Satzrückstand noch in einen 3:1-Erfolg umwandeln konnte, bleiben die Ostthüringer weiter Tabellenführer – jedoch nur noch mit zwei Punkten Vorsprung auf die beiden Konkurrenten. Da auch der VSV Jena II den Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden hat, haben vier nun gleich vier Teams noch realistische Chancen auf die Thüringenliga-Meisterschaft, die umkämpft ist wie selten zuvor. Für die TU-ler steht am 17.02. das letzte Heimspiel der Saison gegen den Geraer VC sowie den TSV Römhild auf dem Programm.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Breuel, Brödler, Ecke, Giese, Hickethier, Ivanov, Stiehler, Tischendorf, Ziehn

Gelesen 804 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 31. Januar 2018

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