Herren

Thüringenliga
Dienstag, 12. Dezember 2017

TU-Volleyballer an der Tabellenspitze

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Beim dritten Heimspieltag der Saison gelangen den Ilmenauer Volleyball-Herren gegen den SV Stahl Unterwellenborn sowie den Schmalkalder VV die Saisonsiege Nummer sechs und sieben. Durch den vierten Sieg in Folge setzt man sich trotz durchwachsenem Saisonbeginn (3 Siege, 2 Niederlagen) zunächst an die Tabellenspitze. Jedoch haben die Verfolger aus Tröbnitz und Eisenach wenigere absolvierte Spiele und jeweils erst eine Niederlage auf dem Konto.

Den ersten Schreckmoment mussten die TU-Volleyballer bereits vor dem Spiel verkraften. Janick Schnathorst, dessen Knieverletzung zunächst nicht sehr ernsthaft erschien, erlitt nach genaueren Untersuchungen doch einen Meniskusriss und wird bis zum Saisonende ausfallen.
Dazu musste vor allem gegen den VSV Jena II ein Sieg her. In den vergangenen Aufeinandertreffen der letzten Saisons konnten beide Teams jeweils zwei Spiele für sich entscheiden. Bei der Ausgeglichenheit beider Mannschaften ist ein deutliches 3:0-Ergebnis nahezu ein Ding der Unmöglichkeit – die Tagesform ist bei nahezu jedem dieser Duelle der entscheidende Faktor.

Ilmenau, 09. Dezember 2017

SV TU Ilmenau

-

SV Stahl Unterwellenborn

3

:

1

25

 

16

16

 

25

25

 

15

25

 

20

Gegen den „Angstgegner“ aus Unterwellenborn, die in den letzten Jahren dauerhaft zu den abstiegsbedrohten Teams der Thüringenliga gehören, tun sich die Uni-Städter fast schon traditionell schwer und kassierten in den vergangenen beiden Saisons jeweils eine Niederlage gegen das junge Team um Routinier (und ehemaligen Zweitligaspieler) Jeffrey Bierwirth. Im ersten Satz fanden die TU-ler gut ins Spiel und konnten nach der zwischenzeitlich noch knappen 10:8-Führung einen Lauf gegen schwach spielende Unterwellenborner starten. Nach Aufschlagserien von Ivanov und Köbe lag man 22:10 in Führung und brachte diesen Satz locker über die Runden. Dieser bisher eindeutige Spielverlauf wurde im zweiten Satz zunächst völlig auf den Kopf gestellt. Während sich die Gäste deutlich steigerten, fabrizierten die Uni-Städter nun insbesondere in der Annahme Fehler um Fehler. Ein deutlicher 7:17-Rückstand und der daraus resultierende Satzausgleich waren die Folge. In den folgenden beiden Sätzen untermauerten dann die TU-ler ihre Favoritenrolle und ließen den Gegner in dieser Partie nun kaum mehr Fuß fassen. Einzig und allein zu Beginn des vierten Satzes hatten die Gäste aus Unterwellenborn kurz die Führung inne. Im dritten Satz bauten die Ilmenauer ihre Führung kontinuierlich aus, wobei insbesondere die nun deutlich bessere Angriffsquote und einige erfolgreiche Blocks den Weg zum 25:15-Satzgewinn ebneten. Satz vier verlief ausgeglichener als der Vorangegangene. Jedoch setzten sich die TU-Jungs in der Mitte des Satzes leicht ab und brachten den Vorsprung letztendlich souverän über die Runden (25:20).

SV TU Ilmenau

-

Schmalkalder Volleyballverein

3

:

1

25

 

16

25

 

13

21

 

25

25

 

16

Der zweite Gegner des Tages, der Schmalkalder VV – ein sehr junges, talentiertes Team um Routinier und Spielertrainer Micha Henke – ist als Tabellenletzter stark abstiegsgefährdet. Jedoch gelang ihnen ein echter Paukenschlag: ihr einziger Saisonsieg gelang ihnen gegen den SV Tröbnitz, das aktuell vielleicht stärkste Team der Liga. Die TU-ler fanden erneut gut ins Spiel und setzten sich durch eine 8-Punkte-Aufschlagserie von Tischendorf bis zum 14:6 deutlich ab – was sogleich die Vorentscheidung in diesem Satz war, der bis zum Ende ausgeglichen weiter verlief. Der zweite Satz hatte sein Highlight mit einer 14-Punkte-Aufschlagserie von Breuel, wodurch die TU-ler den Gegner bis zum 20:4 regelrecht vorführten. Mit den rotationslosen Float-Aufschlägen des Diagonalangreifers war die Annahme des SVV stark überfordert und durch den starken TU-Block war überhaupt kein Durchkommen in dieser Phase. Somit war die 2:0-Satzführung nur noch Formsache. Bis zum 19:17 im dritten Satz sah es danach aus, als könnten die TU-ler einen 3:0-Sieg einfahren. Doch mit einem Schlussspurt zum 25:21 holten sich die Gäste diesen Satz gegen stark schwächelnde Ilmenauer. Dieses Zwischentief der TU-Jungs hielt jedoch nicht lange an. Der vierte und gleichzeitig letzte Satz erinnerte an die Ilmenauer Dominanz der ersten beiden Durchgänge. Besonders durch die Durchschlagskraft der Außenangreifer Tischendorf und Hickethier machten die Uni-Städter Punkt um Punkt und gewannen letztendlich souverän mit 25:16.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Breuel, Brödler, Ecke, Giese, Hickethier, Ivanov, Stiehler, Tischendorf, Ziehn

Gelesen 1265 mal Letzte Änderung am Dienstag, 16. Januar 2018

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