Herren

Thüringenliga
Mittwoch, 06. Dezember 2017

Pokal-Aus trotz guter Leistung

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Als großer Außenseiter gingen die Volleyballer des SV TU Ilmenau ins Viertelfinale des Thüringenpokals gegen den VSV Jena I. Die Jenaer verpassten in der vergangenen Saison den Aufstieg in die 3. Liga nur knapp und gelten daher hinter dem VC Gotha derzeit wohl als zweitstärkstes Team in Thüringen.

Ilmenau, 02. Dezember 2017

SV TU Ilmenau

-

1. VSV Jena

0

:

3

23

 

25

23

 

25

12

 

25

Umso motivierter gingen die TU-Herren ins Spiel – wollte man den Jenaern doch trotz einiger Personalprobleme, unter anderem fehlten Hickethier, Breuel und Tischendorf, etwas Paroli bieten. Die Ilmenauer spielten zunächst wie entfesselt und nutzten nahezu jede Jenaer Ungenauigkeit aus. Mit 12:6 bzw. 14:8 lagen die TU-Volleyballer dementsprechend in Führung. Mit der Einwechslung ihres Stammzuspielers übernahmen die Gäste aus Jena jedoch mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Nach zwei Aufschlagserien ging der VSV mit 17:15 in Führung und baute den Vorsprung bis zum 24:20 aus. Insbesondere die TU-Annahme wurde stark unter Druck gesetzt, weswegen in dieser Phase kaum ein variables Angriffsspiel aufgezogen werden konnte. Ein letztes Aufbäumen großartig kämpfender Uni-Städter reichte zwar noch zum 23:24 – im entscheidenden Moment verwandelte jedoch der durchschlagskräftige Jenaer Diagonalangreifer Böhme den Ball beeindruckend zum 25:23.
Doch die TU-Jungs konnten auch im zweiten Satz nicht nur mitspielen, sondern waren in der ersten Satzhälfte gegen nicht mit ihrer ersten Garde spielende Jenaer das bessere Team und lagen 14:7 in Führung. Einige Wechsel auf bei den Gästen leiteten dann auch in diesem Satz die Wende ein. Die Ilmenauer Annahme wackelte stark, sodass die stark angreifenden Köbe und Ivanov nun nur noch selten punkten konnten. In der zweiten Hälfte des Satzes gelang es denn TU-Volleyballern nicht mehr, zwei Punkte oder mehr in Folge zu erzielen, wodurch der Vorsprung Stück für Stück schmolz und beim 22:22 egalisiert wurde. Am Ende stand hier trotz starker und geschlossener Mannschaftsleistung ein ärgerlicher 23:25-Satzverlust zu Buche.
Auch wenn sich die Ilmenauer zu keinem Zeitpunkt aufgaben, standen sie im dritten Satz nun etwas auf verlorenem Posten. Ein letztes Aufbäumen, indem man den 2:8-Rückstand nochmal bis zum 7:10 verkürzte, konnte letztendlich souverän aufspielende VSV-ler zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr bringen. Nun war ein Klassenunterschied zwischen den beiden Teams doch deutlich zu erkennen, wobei die TU-Jungs insbesondere in der ersten Annahme überfordert waren. Ein paar wenige erfolgreiche Angriffe konnte man den Fans noch präsentieren – am deutlichen 12:25 änderte das jedoch wenig.

Alles in allem kann man mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden sein. Ein Satzerfolg wäre letztendlich das I-Tüpfelchen gewesen, mit dem man sich für die aufopferungsvolle Leistung belohnt hätte. Ein besonderer Dank gilt den zahlreich erschienenen Zuschauern, die die TU-Jungs vom ersten bis zum letzten Ballwechsel lautkräftig unterstützten.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Brödler, Giese, Götzel, Ivanov, Rudolph, Stiehler, Ziehn

Gelesen 594 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 06. Dezember 2017
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