Herren

Thüringenliga
Montag, 07. März 2016

Kopf-an-Kopf Rennen um Platz 2

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Beim letzten Heimspieltag der Saison empfingen die TU-Volleyballer einerseits den Tabellenzweiten aus Jena sowie den Tabellenvorletzten Unterwellenborn. Dabei galt vor allem das Spiel gegen den VSV Jena als Schlüsselspiel: bei einem Sieg winkt die "Vizemeisterschaft" in der Thüringenliga, bei einer Niederlage droht jedoch noch das Zurückfallen auf den vierten oder im schlechtesten Falle gar fünften Platz.

Ilmenau, 05. März 2016

SV TU Ilmenau

-

SV Stahl Unterwellenborn

2

:

3

11

 

25

25

 

22

25

 

17

18

 

25

10

 

15

Doch zunächst einmal wollte man seiner Favoritenrolle gegen zuletzt eher erfolglose Unterwellenborner gerecht werden. Die Partie begann jedoch wenig verheißungsvoll, da den Uni-Städtern der Fauxpas passierte, den eingesetzten Libero Köbe nicht regelgerecht im Protokoll zu vermerken. Als dies der Schiedsrichter bemerkte, stand es 3:5 aus Ilmenauer Sicht. Nach längerer Diskussion und dem Blick ins Regelwerk wurde der Satz nicht, wie zunächst gedacht direkt mit 25:0 zugunsten der Gäste gewertet, sondern beim Stand von 0:6 fortgesetzt. Es entwickelte sich ein Spiel auf schwachem Niveau, in dem sich die TU-ler bis auf zwei Punkte heran kämpfen konnten, um dann den Faden total zu verlieren. Der 11:25-Satzverlust ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Im zweiten und dritten Satz steigerten sich die Ilmenauer zwar, konnten jedoch spielerisch nur selten überzeugen, auch wenn die Sätze mit 25:22 bzw. 25:17 zu ihren Gunsten entschieden wurden. Im darauffolgenden Satz war es einzig und allein der starken Angriffsquote von TU-Angreifer Klemm zu verdanken, dass man bis zum 16:17 nicht den Anschluss verlor. Doch einmal mehr schlichen sich viele Fehler ins Ilmenauer Spiel, sodass man den Satz am Ende noch deutlich verlor. Und auch im Tie-Break blieb die erhoffte Leistungssteigerung aus, obwohl Ilmenau nun seine "Erste Sechs" aufs Parkett stellte. Der Satz war bis zum 8:8 noch völlig offen, sodass die Gäste ihre Chance witterten und leidenschaftlich um jeden Ball kämpften. Der SV TU hingegen zeigte seine schwächste Saisonleistung und blamierte sich nahezu bis auf die Knochen, weswegen man einen Sieg auch einfach nicht verdient gehabt hätte.

SV TU Ilmenau

-

1. VSV Jena II

3

:

1

25

 

22

22

 

25

27

 

25

25

 

17

Damit stand bereits vor der Partie gegen den VSV Jena II fest, dass man nun alle Chancen, den zweiten Platz aus eigener Kraft zu erreichen, verspielt hat. Trotzdem zeigten die TU-Jungs von Beginn an eine bessere Leistung als im ersten Spiel des Tages. Beide Teams agierten absolut auf Augenhöhe, sodass es nach den ersten beiden Sätzen folgerichtig 1:1 (25:22, 22:25) stand. Im dritten Satz waren die Jenaer zunächst das bessere Team und erarbeiteten sich einen 6-Punkte-Vorsprung. Als die TU-ler jedoch am Ende des Satzes aus einem 17:20-Rückstand einen 24:21-Vorsprung machten, schien der Satz beinahe entschieden. Doch die TU-ler verbauten sich alle Chancen mit drei miserablen Annahmen, sodass man selbst mit 24:25 in Rückstand geriet. Aber noch einmal konnte man das Blatt wenden und den Satz, unter anderem nach einem Aufschlag-Ass von Hickethier doch noch gewinnen. Dieses spannende Finale des dritten Satzes war spielentscheidend, da die Gäste aus der zweitgrößten Stadt Thüringens Anfang des vierten Satzes den Faden verloren und der Satz beim 19:10 vorentschieden war und am Ende auch deutlich zugunsten der TU-Jungs entschieden wurde.

Durch die Niederlage im ersten Spiel gegen Unterwellenborn muss man am letzten Spieltag gegen Sonneberg am besten deutlich gewinnen und dabei darauf hoffen, dass Jena am letzten Spieltag gegen Römhild und Nordhausen weniger als fünf Punkte ergattern kann.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Ecke, Giese, Hickethier, Ivanov, Klemm, Langbein, Schnathorst, Stiehler, Tischendorf, Ziehn

Gelesen 1278 mal Letzte Änderung am Montag, 07. März 2016

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