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Herren

Thüringenliga
Mittwoch, 11. März 2015

Die Grenzen aufgezeigt bekommen

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Die zweite Runde des Thüringenpokals sollte für die TU-Volleyballer ein wenig zur Generalprobe für die bevorstehende Saison werden, da mit dem Erfurter VC, der SG Erfurt Electronic sowie dem Schmalkalder VV gleich drei Teams aus der Thüringenliga zu Gast in der Universitätsstadt waren. Auf Grund der Tatsache, dass sich lediglich der Turniersieger fürs Halbfinalturnier qualifizieren würde, waren die TU-ler deutlich in der Außenseiterrolle. Gespielt wurde im KO-Modus, in dem zunächst zwei Halbfinals ausgespielt wurden, deren Sieger anschließend im Finale den Turniersieg in drei Gewinnsätzen ausspielen sollten.

Ilmenau, 07. März 2015

Im ersten Halbfinale bekamen es die Uni-Städter mit dem aktuellen Tabellen-Neunten der Thüringenliga aus Schmalkalden zu tun, gegen die man sich durchaus realistische Chancen ausrechnete, schließlich konnte man die Gäste bei einem Vorbereitungsturnier vor der Saison in die Knie zwingen. Die Ilmenauer konnten sich schnell auf 7:2 absetzen, was vor allem der sehr guten Blockarbeit der Mittelblocker Ottolinger und Ecke zu verdanken war, die es immer wieder schafften, einen stabilen Zwei-Mann-Block zu stellen und so die Schmalkalder Angriffe entschärften. Dann bekam man jedoch Probleme in der Annahme, sodass wenige erfolgreiche Spielzüge aufgebaut werden konnten und der Satz beim 14:16 aus Ilmenauer Sicht zu kippen drohte. Doch durch Serien von Ottolinger bzw. Ecke und starke Angriffe von Köbe und Hickethier gewann man den Satz am Ende doch noch recht souverän mit fünf Punkten Vorsprung. Den Beginn des zweiten Satzes verschliefen die TU-Jungs dann komplett, weil man mit den Aufschlägen des Schmalkalder Routiniers Henke überhaupt nicht zurecht kam und dementsprechend schnell mit 0:7 zurück lag. Nach einer Auszeit wirkten die Jungs dann auf einmal wie ausgewechselt und spielten wie aus einem Guss. Kaum eigene Fehler, sehr starke Blockarbeit und die sehr effektiven Außenangreifer Langbein und Hickethier sorgten dafür, dass Köbe und Ziehn Aufschlagserien von sechs bzw. sieben Punkten hinlegen konnten und den TU-lern dadurch ein 18:5-Lauf gelang, wodurch der Satz am Ende noch deutlich mit 25:18 an die Heimmannschaft ging. Diesen Schwung nahmen die TU-ler, bei denen nun auch die Youngster Ivanov und Rudolph eingesetzt wurden, mit in den dritten Satz und kontrollierten das Spiel nun nach Belieben. Die Schmalkalder gaben sich nun ein wenig auf und so hatten die Uni-Städter beim 25:15-Satzgewinn leichtes Spiel und zogen nach gerade einmal knapp einer Stunde Spielzeit ins Finale ein.

Dort trafen die Ilmenauer dann erwartungsgemäß auf den haushohen Favoriten vom Erfurter VC, der als ungeschlagener Tabellenführer der Thüringenliga bereits den Aufstieg in die Regionalliga sicher hat und im zweiten Halbfinalspiel seinem Stadtrivalen nicht den Hauch einer Chance ließ,wodurch sie eindrucksvoll ins Finale einzogen. Und auch die sehr motivierten TU-Jungs mussten feststellen, dass sie es hier mit dem mit großem Abstand stärksten Gegner zu tun haben, gegen den sie in den letzten 2-3 Jahren gespielt haben. Nach einigen Problemen in der Annahme lag man schnell mit 2:6 zurück und das Spiel drohte schnell in Richtung der Landeshauptstädter zu kippen. Doch einmal mehr war es der starke Ilmenauer Block, durch den man ein ums andere Mal die Erfurter Angriffe entschärfen konnte und sich somit leicht absetzte. So war das Spiel bis zum 17:17 völlig offen. Am Ende des Satzes schaltete der Gegner jedoch noch einmal einen Gang nach oben und bestrafte die Ilmenauer Fehler konsequent. Im zweiten und dritten Satz kämpften die Ilmenauer zwar und gaben sich nicht auf, hatten aber schlichtweg gegen die sehr souverän aufspielenden Erfurter keine Chance. Diese zeigten eindrucksvoll, wie man den Gegner von Beginn an mit druckvollen Aufschlägen unter Druck setzt. Dadurch hatten die TU-ler sehr große Probleme in der ersten Annahme, wodurch man im Angriff nur noch vereinzelt über Ivanov oder Hickethier punkten konnte. Am Ende gingen die Sätze zwei und drei mit 12:25 bzw. 11:25 verloren, was für die Ilmenauer die erste Pflichtspielniederlage seit dem 30.11.2013, damals ebenfalls beim Pokal-Aus in der zweiten Runde, bedeutete.

Insgesamt kann man mit dem zweiten Platz bei dieser Pokalrunde doch sehr zufrieden sein. Realistisch betrachtet war es die maximal erreichbare Platzierung für die TU-Jungs, die spielerisch insgesamt durchaus zu gefallen wussten und sich auch bei der deutlichen Niederlage gegen den Erfurter VC nicht aufgaben, wobei man im ersten Satz schon mal kurzzeitig von der Sensation träumen durfte.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Ecke, Götzel, Hickethier, Ivanov, Langbein, Ottolinger, Pickel, Rudolph, Struppert, Ziehn

Nun steht in zwei Wochen noch das letzte Spiel der Saison gegen Apolda an. Mit einem Sieg könnte man bereits die zweite Liga-Saison in Folge ungeschlagen abschließen.

Gelesen 2447 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 11. März 2015
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