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Damen

Verbandsliga Süd
Dienstag, 12. März 2019

Ohne stabile Annahme fehlte die Durchschlagskraft

geschrieben von Josephine Heubach
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Zum letzten Heimspieltag der Saison hatten die Damen vom SV TU Ilmenau ihre direkten Konkurrenten zu Besuch. Mit dem Tabellenzweiten, -dritten und -vierten konnte mit einem spannenden Volleyballtag gerechnet werden. Dem entsprechend freuten sich die Damen auf die Spiele und ein unterstützendes Publikum. Ziel des Tages war ganz klar zwei Siege und 6 Punkte zu erspielen.

Ilmenau, 09. März 2019

SV TU Ilmenau

-

TSV 1911 Themar

1

:

3

22

 

25

25

 

22

23

 

25

19

 

25

Im ersten Spiel des Tages stand der Tabellenzweite TSV 1911 Themar auf dem Spielplan. Das Hinspiel hatte Themar in einem umkämpften 5 Satzspiel für sich entschieden, dieses Mal wollten die Ilmenauerinnen 3 Punkte erreichen. Das Spiel begann trotz fehlerhafter Grundaufstellung der Ilmenauerinnen ausgeglichen und ein knapper Zwei-Punkte-Vorsprung (10:8) wurde erarbeitet. Dann wackelte die Ilmenauer Annahme, wodurch keine druckvollen Angriffe mehr möglich waren und Themar blieb aufmerksam. So drehte sich das Spiel und Themar übernahm die Führung (10:15). Doch die Ilmenauerinnen gaben den Satz auch bei einem Stand von 14:21 nicht auf und kämpften sich wieder auf 20:22 heran. Dennoch mussten sie den ersten Satz mit 22:25 an die Gäste abgeben.
In den zweiten Satz starteten die Ilmenauerinnen jetzt mit gewohnter Aufstellung. Dennoch startete Themar direkt mit einer Vier-Punkte-Führung (1:5), doch die Ilmenauerinnen ließen sich nicht beunruhigen und fanden immer besser in das Spiel. Die Annahme stabilisierte sich und mit druckvollen Angriffen über die Mitte und Außen konnte der Satz gedreht werden (15:12). Ilmenau verteidigte seinen Vorsprung bis zum Ende und gewann den zweiten Satz (25:22).
Der dritte Satz war weiterhin hart umkämpft. Von Beginn an waren die Ilmenauerinnen wach und führten mit 9:4. Doch dann bereiteten die Angaben der Gäste Ilmenau deutliche Probleme, sodass Themar die Führung wieder übernahm. Ilmenau gelang es durch zu viele Eigenfehler und der fehlenden Stabilität in der Annahme nicht, die Führung wieder zurück zu holen und verloren den dritten Satz knapp mit 23:25.
Im vierten Satz stellte Ilmenau um, Zustellerin Wünscher bekam eine Pause, dafür kam Neuzugang Seidl zum Zug. Zusätzlich tauschten Rohm und Herold ihre Positionen, sodass dem Gegner ein neues Bild geboten wurde. Doch die Rechnung ging nicht auf. Denn auch im vierten Satz brach die Annahme ein und erholte sich nicht, wodurch auch der vierte Satz verloren ging (19:25) und die Ilmenauerinnen statt mit 3 mit 0 Punkten in die Pause gingen.

SV TU Ilmenau

-

VC HiLa 08 I

0

:

3

20

 

25

9

 

25

23

 

25

Nach einer kurzen Pause ging es im zweiten Spiel gegen den Tabellen dritten VC HiLa 08 I erneut um 3 Punkte. Auch dieses zugehörige Hinspiel war 2:3 für die junge Mannschaft aus Hildburghausen ausgegangen. Hochmotiviert funktionierte die Annahme der Ilmenauerinnen zu Beginn des ersten Satzes wie aus dem Bilderbuch, wodurch Zuspielerin Seidl alle ihre Angreifer beliebig einsetzten konnte. Mit den druckvollen Angriffen von Rohm, Geyer und Wünscher (nun als Diagonalangreiferin) wurde die gute Annahme nun auch in Punkte verwandelt (8:4). Doch dann kam HiLa besser ins Spiel und setzte die Ilmenauerinnen mit starken Aufschlägen unter Druck. Die Ilmenauer Annahme schwächelte und die resultierenden Angriffe wurden von HiLa zumeist abgewehrt. Gemeinsam mit starken Angriffen der Gäste über die Mitte kam es zum verdienten und deutlichen Führungswechsel (13:20). Die Ilmenauerinnen kämpften sich erneut aus dem Annahmetief mit einer starken Feldabwehr von Seidl, Wünscher und Rohm heraus und mussten dennoch diesen Satz abgeben (20:25).
Den positiven Schwung vom Ende des ersten Satzes gegen HiLa mit in den zweiten Satz zu nehmen gelang den Ilmenauerinnen nicht. HiLa machte weiterhin mit starken Aufschlägen und Angriffen über die Mitte Druck. Bei den Ilmenauerinnen hingegen kam die Erschöpfung des siebten Satzes des Tages durch. Die Annahme funktionierte nahezu gar nicht mehr, weshalb nur wenige gute Aktionen im Angriff gelangen. Der zweite Satz ging somit auch verdient an die Gäste (9:25).
Im dritten Satz besann sich Ilmenau auf seine Stärken und bot dem zahlreichem Publikum einen qualitativ hochwertigen und spannenden dritten Satz. Seidl zeigte dem Gegner direkt zu Beginn, dass auch Ilmenau druckvolle Aufschläge im Repertoire hat und setzte die Hildburghausenerinnen unter Druck (3:0). Alle auf dem Feld kämpften um jeden Ball. Sowohl harte Angriffe als auch gut gelegte Bälle von HiLa wurden entweder im gut gesetzten Block oder von der wachen Feldabwehr verteidigt. Doch auch HiLa blieb stabil, sodass sich lange keine der beiden Mannschaften absetzten konnte. HiLa erarbeitete sich dennoch eine knappe 2-Punkte-Führung (16:18). Die Ilmenauerinnen schafften immer wieder den Ausgleich (18:18, 20:20), kamen aber nicht vorbei. Am Ende fehlte ein Quäntchen Glück zum Sieg und der letzte und beste Satz der Ilmenauerinnen vor heimischen Publikum ging mit 23:25 an HiLa, die sich damit die 3 Punkte des Spiels sicherten.

Das dritte Spiel des Tages, TSV 1911 Themar gegen VC HiLa 08 I, konnte HiLa mit 1:3 (25:15, 23:25, 21:25, 16:25) ebenfalls für sich entscheiden.

Die Ilmenauerinnen bedanken sich bei den Männern aus Altenfeld für die Moderation und musikalische Untermalung beider Spiele und den zahlreichen Besuchern für die Unterstützung, auch wenn es dieses mal ungewöhnlicher Weise wegen der insgesamt eher schwachen Aufschlag- und Annahmeleistung nicht zum Sieg gereicht hat. Am letzten regulärem Spieltag am 30.03.2019 geht es für die Ilmenauerinnen nach Oberweißbach zum Tabellenführer und gegen den VfB 91 Suhl III.

Für Ilmenau spielten: C. Wünscher, D. Kuhfuß, S. Schmidt, M. Herold, N. Hartmann, L. Geyer, A. Rohm, P. Berlt, E. Seidl

 

Gelesen 905 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 28. März 2019