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Damen

Verbandsliga Süd
Sonntag, 27. Januar 2013

Leider Geil!

geschrieben von Josephine Heubach
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Am vergangenen Samstag waren die Ilmenauer Volleyballerinnen zu Gast in Nordhausen. Der zweite Gegner an diesem Tag war der Kölledaer SV 90, gegen den Ilmenau dann grandios in einem spannenden Tiebreak-Krimi den ersten Saisonsieg feierte. Auch gegen den ersten Gegner Nordhausen zeigte man eine starke Leistung und verlor nur knapp im Tiebreak. Insgesamt war der Spieltag der bislang beste in der ganzen Saison und der Sieg hoch verdient.

Nordhausen, 26. Januar 2013

SVC Nordhausen

-

SV TU Ilmenau

3

:

2

25

 

17

21

 

25

25

 

17

24

 

26

15

 

11

Schon der erste Satz gegen Nordhausen startete ausgeglichen. Die Ilmenauerinnen waren hellwach und hielten beim Tabellendritten gut mit. Auch der Ausfall von J. Mengelkamp aufgrund eines unglücklichen Zusammenstoßes mit A. Chervakova und einer daraus folgenden blutenden Nase tat dem keinen Abbruch. In der Mitte des Satzes schlichen sich allerdings einige Eigenfehler ein, die auch durch eine Auszeit nicht behoben werden konnten. Dadurch geriet Ilmenau in einen Rückstand und verlor den Satz mit 17:25. Der zweite Satz startete wieder ausgeglichen. Die Nase war auskuriert und somit war nur noch die extrem kalte Halle Grund zur Aufregung. Die Führung wechselte zwischen den beiden Teams hin und her. Zum Ende des Satzes konnte Nordhausen sich mit 19:15 absetzen, aber Ilmenau bewies Kampfgeist, machte keine Eigenfehler und holte den Rückstand zum 20:19 auf. Den Satzgewinn vor Augen funktionierten die Annahme, das Zuspiel durch C. Beyer, die den Bänderiss endlich auskuriert hatte, und auch der Angriff. Ilmenau gewann den Satz verdient mit 25:21. Nach dem Satzgewinn war klar, jetzt wollte Ilmenau auch den dritten Satz gewinnen. Leider gelang das nicht, da Nordhausen stärker wurde und Ilmenau zu viele Fehler in der Annahme machte. Ilmenau hielt phasenweise zwar gut mit, konnte aber den Rückstand nie aufholen und verlor somit den Satz mit 17:25. Doch Ilmenau gab nicht auf. In der Satzpause stärkte man sich durch eine Familienpackung Mon Cherie, die von N. Hoffmann gesponsert wurde, und ging dann motiviert in den vierten Satz. Der Satz verlief - ähnlich wie der zweite - bis kurz vor Ende ausgeglichen. Dann erarbeitete sich Ilmenau eine Führung von 4 Punkten (22:18). Diese ist insbesondere starken Angriffen über die Mittelposition von A. Chervakova und über die Außenposition von J. Heubach zu verdanken. Doch Nordhausen holte zum 24:24 auf und Trainer L. Breuel nahm eine Auszeit. Diese wirkte und Ilmenau gewann den Satz. Zum ersten Mal in dieser Saison stand man im Tiebreak. Allerdings verlief der Start eher miserabel (1:5 Rückstand). Ilmenau fand zwar zurück ins Spiel aber der Rückstand konnte nicht wieder aufgeholt werden. Somit verlor man den Tiebreak (11:15) und damit das Spiel.

SV TU Ilmenau

-

Kölledaer SV 90

3

:

2

16

 

25

25

 

17

19

 

25

25

 

16

17

 

15

Im zweiten Spiel wollte Ilmenau an die Leistung des ersten Spiels anknüpfen. Im ersten Satz gelang das allerdings gar nicht. Die Ilmenauer Annahme war aufgrund der starken Aufgaben von Kölleda sehr unsicher und es war oft nicht möglich einen eigenen Angriff aufzubauen. Der Satz wurde deutlich verloren. Die deutliche Ansage vom Trainer in der Satzpause wirkte: Ilmenau fand im zweiten Satz zurück ins Spiel. Dar Satz verlief bis zur Mitte hin ausgeglichen. Auch der Spielerwechsel zwischen K. Geissler und N. Thiele verlief reibungslos. Beiden Jugendspielerinnen merkte man an, dass sie sich in der Oberligamannschaft gut eingelebt haben. Beide konnte im Außenangriff einige sehr schöne Punkte erzielen, über die sie sich so sehr freuten, dass es die ganze Mannschaft motivierte. Am Ende des Satzes gelang J. Mengelkamp eine starke Angabenserie von 8 Punkten und somit wurde der Satz verdient mit 25:17 gewonnen. Der dritte Satz wurde dann wieder verloren. Leider wurde der Mittelblockerin S. Staps in diesem Satz schwindelig, sodass sie durch N. Hoffmann ersetzt werden musste. Letztere spielte erstmals auf der Mittelposition, aber war damit überhaupt nicht überfordert. Der vierte Satz musste nun wieder gewonnen werden. Den Ilmenauerinnen merkte man nicht an, dass sie nun den 9. Satz an diesem Tag spielten. Es wurde um jeden Ball gekämpft und Ilmenau machte das Spiel so viel Spaß, dass auch Fehler schnell weggesteckt wurden. Der Satz wurde deutlich mit 25:16 gewonnen. Die Ilmenauerinnen spielten nun den zweiten Tiebreak des Tages. Die Führung wechselte zwischen beiden Teams hin und her. Beim Stand von 12:13 für Kölleda nahm Trainer L. Breuel eine Auszeit. Ilmenau glich zum 13:13 aus. Dann folgte Matchball um Matchball bis Ilmenau endlich durch einen starken Angriff von A. Chervakova den Tiebreak mit 17:15 gewann. Die Ilmenauerinnen freuten sich sehr und es war klar, dass man nun endlich in der Oberliga angekommen war. Fazit des Spieltages: Wir könnens doch noch, Bazinga und Schokolade hilft immer!

Für Ilmenau spielten: A. Chervakova, C. Beyer, J. Heubach, K. Geissler, N. Thiele, N. Hoffmann, S. Staps, J. Mengelkamp

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