Herren

Thüringenliga
Sonntag, 29. Oktober 2017

Ungewohnte Angriffsschwächen

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Zum bereits dritten Auswärtsspiel innerhalb von 15 Tagen reisten die TU-Volleyballer nach Ostthüringen, um sich mit dem Aufsteiger vom Geraer VC zu messen. Da die Gastgeber ihre ersten vier Spiele allesamt verloren, lag die Favoritenrolle trotz einiger Personalsorgen recht deutlich bei den Ilmenauern. Jedoch galt es die für ihre Kampfstärke bekannte Geraer Mannschaft nicht zu unterschätzen. Unerwähnt sollte nicht bleiben, dass der GVC von Sylvia Roll trainiert wird. Sie bestritt in ihrer aktiven Karriere unter anderem 250 Länderspiele für Deutschland, nahm zweimal an Olympischen Spielen teil und wurde zweimal Volleyballerin des Jahres.

Den ersten Schreckmoment mussten die TU-Volleyballer bereits vor dem Spiel verkraften. Janick Schnathorst, dessen Knieverletzung zunächst nicht sehr ernsthaft erschien, erlitt nach genaueren Untersuchungen doch einen Meniskusriss und wird bis zum Saisonende ausfallen.

Gera, 28. Oktober 2017

Geraer Volleyballclub I

-

SV TU Ilmenau

3

:

1

25

 

22

23

 

25

25

 

21

25

 

16

Die TU-ler begannen mit Köbe im Zuspiel, Hickethier und Tischendorf auf der Außenposition, Ecke und Stiehler im Mittelblock sowie Ivanov im Diagonalangriff. Nach einem ausgeglichenen Beginn (8:8) gelang es den Ilmenauern zur Satzmitte hin, sich bis auf 16:12 abzusetzen. Trotz einiger Nachlässigkeiten konnte der Vorsprung bis zum 22:20 noch annähernd gehalten werden. Danach lief jedoch bei den Uni-Städtern spielerisch nichts mehr zusammen. Der GVC steigerte sich hingegen zum Satzende und gewann noch mit 25:22.
Im zweiten Satz gelang beiden Teams zunächst wenig, bis sich die Ilmenauer ab dem Stand von 10:12 aus ihrer Sicht deutlich steigern konnten. Insbesondere durch das starke Blockspiel konnte man das Spiel bis zum 24:18 dominieren. Der Satzgewinn geriet jedoch durch eine erneute Leistungssteigerung der Geraer am Satzende und einige Ilmenauer Nachlässigkeiten nochmals in Gefahr. Im letzten Moment konnte das drohende Comeback des GVC doch noch abgewendet werden (25:23).
Nach dem 1:1-Satzausgleich baute die Ilmenauer Mannschaft jedoch Stück für Stück ab. Insbesondere mit ihrem sonst so durchschlagskräftigen Angriff fanden die TU-ler keine Mittel mehr gegen immer stärker werdende Geraer. Nach dem zwischenzeitlichen 6:12 im dritten Satz konnte der Rückstand zwar nochmals verkürzt werden. Insgesamt erlaubte man sich jedoch zu viele individuelle Fehler, wodurch der Satz mit 21:25 verloren ging.
Im vierten Durchgang drohte die Ilmenauer Mannschaft beim Stand von 2:7 dann vollständig auseinander zu fallen, kämpfte sich jedoch bis zum 10:10 wieder zurück ins Spiel. Der Rest des Satzes war von einigen langen und umkämpften Ballwechseln geprägt, die nahezu allesamt zugunsten der Heimmannschaft entschieden wurden. Überragend war in dieser Phase die Feldabwehr des GVC, die nahezu alle Ilmenauer Angriffe entschärfen konnte. Dementsprechend verloren die Ilmenauer den Satz am Ende verdient deutlich mit 16:25.

Nach einer teilweise desolaten Vorstellung muss beim kommenden Heimspieltag gegen die starken Teams aus Jena und Weimar eine deutliche Leistungssteigerung her, um den eigenen hohen Ansprüchen gerecht werden zu können und nicht endgültig ins Mittelfeld der Liga abzustürzen.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Ecke, Hickethier, Ivanov, Rudolph, Stiehler, Tischendorf, Ziehn

Gelesen 260 mal Letzte Änderung am Dienstag, 07. November 2017

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