Herren

Thüringenliga
Montag, 16. Oktober 2017

Sieg beim „Angst-Gegner“

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Am dritten Spieltag der Thüringenliga-Saison gastierten die TU-Volleyballer beim SV Stahl Unterwellenborn. Obwohl der Gastgeber in den vergangenen beiden Spielzeiten stets zu den abstiegsbedrohten Teams gehörte, taten sich die Ilmenauer in diesem Aufeinandertreffen stets schwer und konnten lediglich zwei der vier Aufeinandertreffen für sich entscheiden.

Saalfeld, 14. Oktober 2017

SV Stahl Unterwellenborn

-

SV TU Ilmenau

1

:

3

18

 

25

22

 

25

25

 

22

15

 

25

Nach einem mäßigen Start im ersten Satz – in Kombination mit guter Blockarbeit des SV Stahl – geriet man schnell mit 0:4 in Rückstand. Dann nahmen jedoch die Uni-Städter das Zepter in die Hand und dominierten den Gegner recht eindeutig. Nach Aufschlagserien von Köbe und Brödler lag man 13:8 in Führung. Eine stabile Annahme sowie druckvolle Aufschläge, die das junge Team aus Unterwellenborn oftmals in Bedrängnis brachten, waren die Basis zum Erfolg. Bis zum 19:15 hielt man dann den Vorsprung konstant, ehe dieser durch einen Schlussspurt am Ende des Satzes nochmals auf sieben Punkte ausgebaut werden konnte.
Eine nochmalige Leistungssteigerung im zweiten Satz sorgte hier schnell für klare Verhältnisse. So gelang es, dass der Gegner elfmal in Folge das Aufschlagsrecht direkt nach dem ersten Service wieder abgeben mussten. Hickethier und Tischendorf überzeugten mit starker Effektivität im Angriff, sodass die Uni-Städter den Satz beim 22:12 quasi schon sicher hatten. Doch dann folgte eine völlig unerwartete Schwächephase der Ilmenauer. Man agierte, als wäre man in den Standby-Modus geschaltet worden und machte Fehler um Fehler in allen Bereichen. Das 22:20 war die Folge daraus. Stiehler erlöste sein Team mit einem erfolgreichen Angriff – gleichbedeutend mit dem wichtigsten Punkt des Satzes für den SV TU. Dieser konnte am Ende knapp mit 25:22 für sich entschieden werden.
In einem niveauarmen dritten Satz agierten beide Teams mit einer hohen Fehlerquote und boten Trainern und Zuschauern sehr harte Volleyball-Kost an. Es entwickelte sich ein Hin und Her, bei dem es bis zum 20:20 keiner Mannschaft gelang, sich um mehr als drei Punkte abzusetzen. Satzentscheidend war eine 4-Punkte-Serie der Unterwellenborner, die sich dadurch vier Satzbälle sicherten und durch den 25:22-Erfolg auf 1:2 Sätze verkürzen konnten.
Die Satzpausen-Ansprache von Spielertrainer David Götzel, der Coach Alexander Heisig vertrat, zeigte im vierten Satz sofort Wirkung. Die Fehlerquote wurde deutlich nach unten gestellt und insbesondere im Angriff funktionierte nun deutlich mehr bei den Uni-Städtern. Bis zum 12:9 konnte man sich jedoch noch nicht entscheidend absetzen, ehe Hickethier zum Aufschlag kam und für die deutliche 18:9-Führung sorgte. Der Satzgewinn (25:15) geriet zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.
Besonders hervorzuheben ist das Debut von Neuzugang Florian Brödler, der den Punktspielauftakt noch wegen einer Verletzung verpasste. Nachdem er in der Anfangsphase noch sehr nervös agierte, kam er immer besser ins Spiel herein und integrierte sich sehr gut ins Mannschaftsgefüge.

Insgesamt zeigten die Ilmenauer eine geschlossene Mannschaftsleistung, deren einziges großes Defizit die Blockarbeit war. Viel zu oft ließ man sich im Block anschlagen oder konnte keinen geschlossenen Doppelblock stellen, was der Gegner immer wieder nutzte. Daran gilt es in Vorbereitung auf die kommenden Spiele in Schmalkalden und Gera besonderes Augenmerk zu legen.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Breuel, Brödler, Ecke, Götzel, Hickethier, Ivanov, Stiehler, Tischendorf, Ziehn

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Gelesen 405 mal Letzte Änderung am Sonntag, 22. Oktober 2017

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