Herren

Thüringenliga
Donnerstag, 09. März 2017

Wiedersehen mit dem Pokal-Schreck

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Bei der Auslosung im diesjährigen Landespokal hatten die TU-Volleyballer durchaus das Glück auf ihrer Seite. Traf man in der zweiten Runde noch auf den unterklassigen Gegner aus Apolda, den man recht souverän mit 3:0 schlug, folgte nun im Viertelfinale der SVC Nordhausen III – ein Team aus der Kreisliga und damit die am niedrigsten spielende Mannschaft, die noch im Wettbewerb verbleibt. Auch wenn man als großer Favorit in die Partie ging, so warnte Trainer Alexander Heisig davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Schließlich konnte dieser den VC Gotha II, einen Liga-Konkurrenten der Ilmenauer, aus dem Pokal werfen. Darüber hinaus können die Nordhäuser Routiniers reichlich Erfahrung aufweisen – teilweise im professionellen Volleyballsport.

Nordhausen, 04. März 2017

SVC Nordhausen III

-

SV TU Ilmenau

1

:

3

23

 

25

25

 

15

18

 

25

23

 

25

Bereits im ersten Satz zeichnete sich früh ab, dass dieses Pokal-Viertelfinale alles andere als ein Spaziergang für die TU-ler sein würde. Die Südharzer spielten absolut auf Augenhöhe und lagen bis zum 21:19 in Führung. Erst durch eine deutliche Leistungssteigerung am Satzende konnte der Satz noch knapp mit 25:23 gewonnen werden.
Auch der zweite Satz verlief bis zum 9:8 für die Uni-Städter zunächst ausgeglichen. Doch dann brachen die Ilmenauer völlig ein und ließen sich von dem drei Ligen niedriger spielenden Team aus Nordhausen regelrecht an die Wand spielen. 15:25 stand es am Ende für das Team aus der Kreisliga – eine Mannschaft, die jedoch problemlos eins bis zwei Ligen höher agieren könnte.
Während man in den ersten beiden Sätzen im Block überhaupt keinen Zugriff fand, gelang dies im dritten Satz immer besser. Angeführt von einem einmal mehr gut aufgelegten Hickethier und Außenangreifer Stiehler, der besonders im Aufschlag überzeugte, ließen die TU-Jungs in diesem Satz nicht viel anbrennen.
Im vierten Satz lagen die Ilmenauer nach Annahmeschwächen jedoch wieder 2:5 bzw. 8:12 zurück. Erst eine erneute Aufschlagserie von Stiehler drehte den Satzverlauf. Beim 24:20 hatten die TU-Jungs dann drei Matchbälle, die sie auch alle brauchten, um Satz und Spiel knapp für sich zu entscheiden.

Damit konnten die Ilmenauer Volleyballer erstmals ins Halbfinale des Landespokals vorstoßen und träumen nun natürlich leise vom Finaleinzug. Jedoch sind sie im Halbfinale gegen den Erfurter VC (Regionalliga) deutlicher Außenseiter und müssen ihre beste Saisonleistung zeigen, um den Landeshauptstädtern Paroli bieten zu können. Mit diesen haben sie auch noch eine Rechnung offen – schließlich scheiterten sie in den letzten beiden Saisons im Pokal eben an diesen starken Erfurtern …

Für Ilmenau spielten: Köbe, Ecke, Giese, Hickethier, Ivanov, Schnathorst, Stiehler, Ziehn

Gelesen 429 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 09. März 2017

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