Herren

Thüringenliga
Donnerstag, 23. Februar 2017

Verkehrte Welt am Heimspieltag

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Beim vierten Heimspieltag kassierten die TU-Volleyballer überraschend ihre erste Saisonniederlage in eigener Halle und das nicht etwa gegen den Tabellendritten Römhild, die völlig unter den Erwartungen blieben, sondern gegen die Nachwuchsmannschaft aus Gotha, die als Vorletzter gegen den Abstieg kämpfen und die Ilmenauer mit einer starken Leistung überraschten.

Ilmenau, 28. Januar 2017

SV TU Ilmenau

-

TSV 1860 Römhild I

3

:

0

25

 

15

25

 

14

25

 

17

Gegen den TSV Römhild erwischten die Uni-Städter einen Start nach Maß, als Ivanov mit seinen Aufschlägen die ersten drei Punkte holte. Hatte man zu Beginn des Satzes noch kleinere Probleme in der Annahme, stabilisierte sich diese jedoch zunehmend. Hingegen lief beim Gegner vor allem in der Annahme nur wenig zusammen, was die Ilmenauer sehr konsequent und mit einer sehr ansprechenden Leistung bestraften. So ging der erste Satz deutlich mit 25:15 an die Heimmannschaft. Zu Beginn des zweiten Satzes hielten die Gäste dann besser dagegen und hielten das Spiel bis zum 10:11 aus ihrer Sicht offen. Doch die TU-Jungs schalteten noch einmal einen Gang nach oben, wogegen beim TSV Römhild nicht mehr viel zusammenlief. Nach Aufschlagserien von Köbe und Hickethier, aus denen ein 9:1-Lauf resultierte, war der Satz quasi entschieden und auch im dritten Satz konnte die Konzentration oben gehalten werden. Köbe, Ecke und Ivanov markierten drei Aufschlagserien, während Schnathorst und Rudolph im Angriff punkteten. Eine deutliche 20:9-Führung war die Folge und der Satzgewinn nur noch Formsache. Mit diesem Sieg gegen eine schwache Römhilder Mannschaft hat man den zweiten Platz fast sicher.

SV TU Ilmenau

-

VC Gotha II

2

:

3

17

 

25

25

 

17

25

 

19

21

 

25

15

 

17

Doch dass auch die Teams aus der unteren Hälfte der Thüringenliga über reichlich Qualität verfügen, zeigte sich im zweiten Spiel des Tages. Gepaart mit einer riesigen Motivation und viel Leidenschaft kann man so auch eine Spitzenmannschaft wie den SV TU Ilmenau gefährden, wenn diese nicht an der oberen Leistungsgrenze agiert. Im ersten Satz fand Ilmenau zunächst gar nicht ins Spiel und geriet mit bis zu 10 Punkten in Rückstand, der gegen eine vor allem in der Feldabwehr starke Gothaer Mannschaft nicht mehr aufzuholen war. Den Schwung aus dem Ende des ersten Satzes nahm die Truppe von Alexander Heisig jedoch mit in die kommenden Sätze und war die spielbestimmende Mannschaft. Ein Selbstläufer waren die Satzgewinne mit acht bzw. sechs Punkten Vorsprung jedoch keinesfalls. Die Gothaer Jungs, die nahezu alle noch in der Jugend spielen können, punkteten trotz geringerer Handlungshöhe immer wieder im Angriff und nutzten den zunehmend wackligen TU-Block. So geriet man im vierten Satz wieder knapp in Rückstand. Schlüsselphase war eine Aufschlagserie des Gothaer Zuspielers Thiel, der sieben Punkte in Folge machte und Gotha dadurch den Satz 25:21 für sich entschied. Im Tie-Break ließen sich die TU-Volleyballer von zwei sehr strittigen Schiedsrichterentscheidungen etwas aus der Konzentration bringen und liefen permanent einem Rückstand hinterher. Am Ende kämpfte man sich jedoch zurück und hatte beim 14:13 einen Matchball – doch einige katastrophale Abstimmungsprobleme in der Feldabwehr und Konzentrationsmangel im Angriff besiegelte die 15:17-Niederlage, wodurch Gotha nach starker Leistung zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf holte. Die TU-Jungs hätten aber eigentlich in einem so knappen Spiel wegen ihrer deutlich größeren Erfahrung gegen diese junge Mannschaft die Oberhand behalten müssen…

Für Ilmenau spielten: Köbe, Ecke, Giese, Hickethier, Ivanov, Rudolph, Schnathorst, Stiehler, Tischendorf, Ziehn

Gelesen 748 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 23. Februar 2017

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