Herren

Thüringenliga
Dienstag, 28. Oktober 2014

Zweiter beim Pokal-Marathon

geschrieben von Sebastian Ziehn
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Im neu strukturierten Thüringen-Pokal kam es am Wochenende zu den beiden Erstrundenturnieren in Erfurt und Schmalkalden. Mit dabei in der Landeshauptstadt waren auch die Oberliga-Herren aus Ilmenau. Jedoch wusste man, dass der Einzug in die zweite Runde kein Selbstläufer werden würde, da sich dafür lediglich 2 der 14 angetretenen Teams qualifizieren können und neben den Unistädtern noch drei weitere Oberligisten, sowie einige nicht zu unterschätzende Landesklasse-Teams am Start waren.

Erfurt, 26. Oktober 2014

In drei Gruppen wurden zunächst im Modus jeder-gegen-jeden die Gruppensieger ermittelt, welche anschließend in einer Entscheidungsrunde die ersten beiden Plätze ausspielten. Da die Anzahl der Spiele so groß war, konnte man lediglich zwei kurze Sätze bis 15 spielen. Für die Ilmenauer stand das erste Mal seit mehr als zwei Jahren Ralf Pickel wieder auf dem Parkett, der sich in einem Ligaspiel das Schlüsselbein gebrochen hat, nachdem er mit einem eigenen Mitspieler zusammengestoßen war. Die TU-Jungs taten sich jedoch in den ersten beiden Spielen gegen die unterklassigen Gegner vom VC Jena (2:0/15:13,15:12) und Fortuna Pößneck (2:0/ 15:11,15:10) schwer, wobei die Gegner vor allem durch die kurze Spieldistanz ihre Chance witterten und hohen kämpferischen Einsatz zeigten. Unglücklicherweise verletzte sich im ersten Spiel TU-Leistungsträger Hickethier und fiel für den Rest des Turniers aus.Gegen den SVV Weimar, den zweiten Oberligisten in der Gruppe und damit den Hauptkonkurrenten für den SV TU, verlief vor allem der erste Satz auf Augenhöhe und konnte am Ende mit drei Punkten gewonnen werden. Im zweiten Satz setzten sich die Uni-Städter schnell ab und gewannen deutlich mit 15:9. Die beiden Sätze im abschließenden Gruppenspiel gegen den TSV Arnstadt (1:1/11:15,15:3) hätten unterschiedlicher nicht verlaufen können: der erste Satz glich einer spielerischen Katastrophe und im zweiten Satz beherrschte man die Arnstädter nach Belieben, wobei Langbein mit 12 Aufschlägen in Serie besonders brillierte. Nun traf der SV TU in einem Entscheidungsturnier der Gruppensieger auf zwei Erfurter Oberligisten: Concordia, sowie den VSC 05. Nun wurden zwei Sätze bis 25 gespielt, wobei Concordia Erfurt seinen Stadtrivalen im ersten Spiel teilweise demontierte und mit 25:14 bzw. 25:8 gewann. Nun spielten die Ilmenauer gegen die VSC-Jungs, die sich noch einige Körner aufgespart hatten und den ersten Satz mit 25:20 gewannen. Ein weiterer Satzverlust würde für den SV TU wohl das Aus bedeuten, doch mit großem Einsatz konnte dieser 25:21 gewonnen werden. Beim abschließenden Spiel gegen Concordia Erfurt trennte man sich 1:1 (19:25,25:23), wobei die Landeshauptstädter nicht mehr mit vollem Einsatz agierten, das Turnier jedoch am Ende verdient vor den Uni-Städtern gewinnen konnten.

Grund zur Diskussion bietet jedoch der Pokal-Modus des TVV, da sich das Turnier mit rund 10 Stunden Dauer nahezu endlos in die Länge zog und die Spieler sich nach vielen langen Pausen immer wieder neu aufwärmen mussten, was nach einer gewissen Dauer schon sehr an die Substanz geht und dem Spielniveau auch nicht sonderlich gut tut. Da wären mehrere kleine Turniere mit weniger Teams wohl die bessere Lösung. Außerdem sinkt das Interesse am Landespokal vor allem bei den Teams aus tieferen Ligen, vielleicht auch, da der Pokal für diese nicht bzw. kaum den besonderen Reiz bietet, der den Pokal beispielsweise im Fußball so interessant macht: das Duell „David-gegen-Goliath“, da sich die tiefklassigen Teams bis zur Oberliga in der ersten Runde gegenseitig eliminieren und die starken Regionalliga- und Thüringenligateams erst später in den Pokal einsteigen.

So konnten sich inklusive dem SV TU gerade einmal drei Teams für die zweite Runde qualifizieren, welche nun mit den 13 Thüringenligisten komplettiert wird. Dort sind die Ilmenauer dann natürlich Außenseiter und haben nichts zu verlieren, weswegen man befreit aufspielen kann und den einen oder anderen Gegner etwas ärgern möchte.

Für Ilmenau spielten: Köbe, Ecke, Enders, Götzel, Herrmann, Hickethier, Langbein, Matz, Neuberg, Pickel, Ziehn

Gelesen 989 mal Letzte Änderung am Dienstag, 28. Oktober 2014
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